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Der folgende Text stammt von Franz Patzig.


Die Entstehung und (noch kurze) Geschichte der BarCamp Bewegung. Bearbeiten

Tim O’Reilly (O’Reilly Verlag) veranstaltet seit 2003 jedes Jahr ein sogenanntes Foo Camp. Zu dieser Veranstaltung wird ein exclusiver Kreis von Internetdenkern und Erfindern zu einem Wochend-Brainstorming eingeladen. Kein festgelegter Zeitplan, keine Struktur, Zelten - Austausch in einer Atmosphäre, die kreativitätsfördernd ist.

Im Jahr 2005 hatten Tantek Celik, Ryan King (sicher) und evtl. Chris Messina und/oder Andy Smith (nicht mehr ganz sicher) auf der Heimfahrt von einer Veranstaltung die Idee, eine ähnliche, allerdings für alle offene Veranstaltung ins Leben zu rufen.

Hintergrund war, dass Tantek Celik seine Einladung für das Foo Camp noch nicht erhalten hatte, an der er in den Jahren zuvor teilgenommen hatte. (hier die ganze Story).

Der Gedanke reifte in den Köpfen und nach einigen Wochen wurde er in die Tat umgesetzt. BarCamp war geboren. Die erste Veranstaltung fand in den Räumen von SocialText in Palo Alto vom 19.-21 August 2005 statt. Kalifornien war einmal mehr die Geburtsstätte einer Idee .

Von diesem Tag an trat die BarCamp Bewegung einen unglaublichen Siegeszug um die Welt an. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich die Idee. Im ersten Jahr waren es 5, 2006 fanden bereits 87 Camps auf allen nahezu Kontinenten statt. Eine Ende ist nicht abzusehen. Man hatte mit diesem Format offenbar einen Nerv getroffen.

Es fanden im deutschsprachigen Raum bis heute BarCamps in Berlin, Zürich, Wien, Köln, Nürnberg und Klagenfurt statt. Weitere sind bereits in Planung.

Organisation und Ablauf Bearbeiten

Barcamps werden von Enthusiasten für Enthusiasten organisiert, die in einer offenen Umgebung lernen und Wissen weitergeben möchten. Es sind sehr intensive und anstrengende Veranstaltungen, alleine schon durch die Menge an Informationen die zu bewältigen ist. Es gibt ähnliche Konzepte wie OpenSpace, die jedoch stärker strukturiert sind.

Im Vorfeld wird die Organisation in einem Wiki vorgenommen. Hier finden sich alle relevanten Informationen und es kann und wird von allen Teilnehmern kollaborativ gepflegt, erweitert und geändert.

BarCamps leben von ihren Teilnehmern. Es gibt keine Planung im Vorfeld, keine Einladungen und keine festen Redner. Sessions werden nach einer kurzen Einführungsrunde, bei der sich jeder kurz vorstellt und drei Tags gibt, abgestimmt. Diejenigen Teilnehmer die eine Session leiten möchten, stellen das Thema am Morgen kurz vor, per Aufzeigen wird die Zahl der Interessenten ermittelt und ein passender Raum zugewiesen. Es laufen immer so viele Sessions gleichzeitig wie Räume zur Verfügung stehen. Die Sessions sind in der Regel 30 Minuten lang, man kann aber einen zweiten Slot belegen. Alle Teilnehmer sind gehalten, die Sessions aufzuzeichen, darüber zu bloggen oder in einer sonstigen Form der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Gewöhnlich werden die Events vollständig von Firmen gesponsert, das beinhaltet zur Verfügung stellen von Räumen, Internetzugang, Mahlzeiten etc., aber auch zum Teil Übernachtungsmöglichkeiten in den Veranstaltungsräumen. Viele Firmen haben den Wert für sich erkannt diese Open Source Veranstaltungen zu unterstützen. Der Zutritt ist für die Teilnehmer frei.

BarCamps haben in den USA, insbesondere in Kalifornien eine stark lokal geprägte Ausrichtung. Das liegt einerseits daran, dass es wohl eine größere “kritische Masse” gibt, d.h. dass mehr Gründer, Programmierer, Geeks etc. an einem Ort konzentriert sind, zum anderen weil man in den USA einfach besser vernetzt ist. Tim Bonnemann, Deutscher Projektmanager und Mitinitiator des ersten deutschen BarCamps in Berlin, der derzeit in San Jose weilt, hat mit seinem ebenfalls erfolgreichen Webmontag-Konzept erreicht, auch in Deutschland die Vernetzung sowie den transatlantischen Austausch zu fördern. Webmontage finden regelmäßig in vielen Städten statt, unter anderen auch in San Francisco unter gleichem Namen. Auch in SecondLife trifft man sich mittlerweile zu Webmontagen.

Personen Bearbeiten

Die sichtbarsten Personen der Bewegung sind Chris Messina und seine Lebensgefährtin Tara Hunt. Sie geben der Bewegung das Gesicht und werden oft auf BarCamps überall auf der Welt gesichtet. BarCamps gehören jedoch allen, allen die bereit sind Wissen weiterzugeben und sich auf verschiedene Weise in die Bewegung, d.h. als Teilnehmer einzubringen.

The Rules of BarCamp Bearbeiten

Es gibt nur sehr wenig Regeln, die es sich jedoch empfiehlt einzuhalten. Sie halten das Konzept zusammen und sind ursprünglich als Parodie auf den Regeln des Films »Fight Club« entstanden.

  • 1st Rule: You do talk about BarCamp.
  • 2nd Rule: You do blog about BarCamp.
  • 3rd Rule: If you want to present, you must write your topic and name in a presentation slot.
  • 4th Rule: Only three word intros.
  • 5th Rule: As many presentations at a time as facilities allow for.
  • 6th Rule: No pre-scheduled presentations, no tourists.
  • 7th Rule: Presentations will go on as long as they have to or until they run into another presentation slot.
  • 8th Rule: If this is your first time at BarCamp, you HAVE to present. (Ok, you don’t really HAVE to, but try to find someone to present with, or at least ask questions and be an interactive participant.)

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